- Ausgangssituation
- Bereichsleiterin, Mitte 40, seit drei Jahren im Job – von aussen erfolgreich, innerlich zunehmend leer.
- Herausforderung
- Diffuses Gefühl, „am falschen Platz" zu sein, ohne konkrete Alternative. Angst vor einem übereilten Wechsel.
- Vorgehen
- Purpose-Checkliste als Vorbereitung, danach Kombi-Coaching aus CliftonStrengths®-Debrief und Profilingvalues®-Analyse.
- Methoden
- CliftonStrengths® Assessment
- Profilingvalues®
- Purpose-Satz-Iteration
- Werte-Ist/Soll-Vergleich
- Ergebnis
- Klarheit, dass die Rolle grundsätzlich passt – aber der Führungsstil nicht zu den Kernwerten. Umgestaltung der Rolle statt Wechsel; nach 6 Monaten deutlich höhere subjektive Arbeitszufriedenheit.
- Lesson Learned
- „Sinnverlust im Job" heisst nicht automatisch „falscher Job". Oft ist es die Art, wie die Rolle gelebt wird.
Purpose-Checkliste: 10 Fragen für Klarheit in 30 Minuten
Deine kompakte Standortbestimmung zu Werten, Stärken und Sinn – als gedrucktes Workbook zum Ausfüllen. Sofort nach E-Mail-Bestätigung als PDF verfügbar.
- 10 Reflexionsfragen mit Coaching-Impulsen
- Purpose-Satz-Template auf der letzten Seite
- Double-Opt-In · DSGVO-konform · kein Newsletter

Ein Auszug aus den 10 Fragen
Diese fünf Fragen bekommst du in ausformulierter Form – ergänzt um fünf weitere und ein Purpose-Satz-Template im PDF.
Was gibt dir Energie – auch nach einem langen Tag?
Wofür würdest du deine Freizeit unbezahlt investieren?
Welche drei Werte sind nicht verhandelbar?
Wofür bekommst du regelmässig ehrliches Kompliment?
Wann hast du zuletzt „Flow" erlebt?
30 Minuten Reflexion
Kein Kurs, kein Login. Nimm dir 30 ruhige Minuten und arbeite die Fragen der Reihe nach durch.
Konkret statt Buzzword
Jede Frage kommt mit einem Coaching-Impuls, der dich zur ehrlichen ersten Antwort führt.
Purpose-Satz zum Mitnehmen
Am Ende formulierst du einen Satz nach dem Muster „Ich will … für … damit …". Deine neue Standortbestimmung.
Unsere Mission
PurposeCoach® begleitet Fach- und Führungskräfte dabei, berufliche Klarheit über Werte, Stärken und Sinn zu gewinnen – wissenschaftlich fundiert, stärkenorientiert und ohne Motivations-Rhetorik.
Warum wir existieren
Viele Fach- und Führungskräfte funktionieren beruflich, aber verlieren den Anschluss an ihr eigenes „Warum". PurposeCoach® existiert, um diese Lücke systematisch zu schliessen – nicht mit Motivationsrhetorik, sondern mit strukturierter Reflexion und wissenschaftlich fundierten Assessments.
Welches Problem wir lösen
Wir übersetzen diffuse Sinnfragen („Ist das alles?") in klare, entscheidungsfähige Standortbestimmungen. Ergebnis: Ein Purpose-Satz, ein Werteprofil und eine berufliche Ausrichtung, die im Alltag als Entscheidungsfilter funktionieren.
Was uns unterscheidet
Wir kombinieren stärkenorientiertes Coaching (CliftonStrengths®), werteorientierte Diagnostik (Profilingvalues®) und Purpose-Arbeit in einem integrierten Prozess. Kein Motivationstraining, kein Esoterik-Framework – ausschliesslich zertifizierte, forschungsbasierte Methoden.
Erkenntnisse aus der Coaching-Praxis
Qualitative Beobachtungen aus mehrjähriger Arbeit mit Klientinnen und Klienten in der Schweiz und im deutschsprachigen Europa. Keine standardisierten Erfolgsquoten – bewusst als Erfahrungswerte gekennzeichnet.
Werte sind fast immer geklärter als vermutet
In unserer Coaching-Praxis beobachten wir wiederkehrend: Die meisten Klientinnen und Klienten „wissen" ihre drei Kernwerte bereits – sie haben sie nur noch nie explizit formuliert. Die Checklisten-Fragen 3–5 machen dieses implizite Wissen sichtbar.
Stärken werden systematisch unterschätzt
Was uns leicht fällt, halten wir für selbstverständlich – und übersehen es als Stärke. Der Coaching-Impuls „Wofür bekommst du regelmässig ehrliches Kompliment?" hebelt diesen blinden Fleck aus, weil Fremdwahrnehmung als Datenquelle einbezogen wird.
Der erste Purpose-Satz ist selten der finale
Aus unserer Erfahrung braucht ein tragfähiger Purpose-Satz zwei bis drei Iterationen. Die Checkliste liefert den Rohentwurf; die Verdichtung entsteht im Gespräch oder nach ein bis zwei Tagen Abstand.
Berufliche Neuorientierung beginnt meist mit einem Werte-Konflikt
Nicht Langeweile, sondern die Diskrepanz zwischen gelebten und gewünschten Werten ist der häufigste Auslöser für Coaching-Anfragen. Wer diesen Konflikt benennen kann, verkürzt den Entscheidungsprozess erheblich.
Drei anonymisierte Fallbeispiele
Wie die Purpose-Checkliste in echten Coaching-Prozessen als Startpunkt funktioniert – anonymisiert, mit Zustimmung, ohne quantifizierte Erfolgsversprechen.
- Ausgangssituation
- Senior Engineer, Ende 30, wurde nach Reorganisation eine Führungsrolle angeboten.
- Herausforderung
- Unsicher, ob Führung wirklich die eigene Motivation trifft oder nur der „nächste logische Schritt" ist.
- Vorgehen
- Purpose-Checkliste als Selbst-Standortbestimmung, ergänzt um zwei 1:1-Sessions zur Rollenentscheidung.
- Methoden
- Purpose-Satz-Template
- CliftonStrengths®-Domänenanalyse
- Rollenprofil-Abgleich
- Ergebnis
- Entscheidung gegen die klassische Führungsrolle, dafür für eine neu geschaffene Tech-Lead-Position ohne Personalverantwortung. Höhere Passung zu den Kernstärken „Strategic Thinking".
- Lesson Learned
- Karrierepfade müssen zur Stärken-Domäne passen, nicht zur Erwartung des Umfelds.
- Ausgangssituation
- Solo-Beraterin, Anfang 50, seit 15 Jahren erfolgreich, spürt aber Sättigung im bisherigen Angebot.
- Herausforderung
- Möchte das Angebot weiterentwickeln, ohne die bewährte Positionierung zu verlieren.
- Vorgehen
- Purpose-Checkliste zur Re-Fokussierung, danach strategisches Coaching zur Angebots-Neuausrichtung.
- Methoden
- Purpose-Satz-Neuformulierung
- Werte-Kohärenz-Check
- Kunden-Persona-Alignment
- Ergebnis
- Neuer Angebotsschwerpunkt, der die bisherigen Stärken bündelt und ein bislang unbedientes Kundensegment adressiert. Klarere Kommunikation nach aussen, schnellere Kaufentscheidungen bei Neukunden.
- Lesson Learned
- Purpose-Arbeit funktioniert auch als Positionierungs-Werkzeug, nicht nur als Karriere-Kompass.
Fallbeispiele anonymisiert und mit Zustimmung der Klientinnen und Klienten veröffentlicht. Konkrete Kennzahlen zu Coaching-Volumen und Klientenstruktur auf Anfrage.
Einordnung im Vergleich
Zwei Vergleichstabellen, damit du siehst, wofür die Purpose-Checkliste gemacht ist – und wofür andere Werkzeuge besser passen.
Purpose Coaching vs. klassisches Karriere-Coaching
| Kriterium | Klassisches Karriere-Coaching | Purpose Coaching (PurposeCoach®) |
|---|---|---|
| Grundlage | Karriere-Interessen, Zielrollen | Werte, Stärken, Sinn (Purpose-Satz) |
| Zeithorizont | Nächste Position (1–3 Jahre) | Langfristige Ausrichtung (5–15 Jahre) |
| Diagnostik | CV-Analyse, Interessentests | CliftonStrengths®, Profilingvalues®, Purpose-Satz |
| Ergebnis | Bewerbungsstrategie | Entscheidungsfilter für alle beruflichen Optionen |
| Wissenschaftliche Basis | RIASEC / Holland-Codes | SDT, Positive Psychologie, Werteforschung |
| Rolle des Coaches | Berater / Vermittler | Reflexions-Sparringspartner |
Selbstreflexion, Stärken- und Werte-Assessments im Vergleich
| Werkzeug | Typ | Wiss. Basis | Ergebnis | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Purpose-Checkliste (dieses PDF) | Selbst-Reflexion | Strukturierte offene Fragen | Purpose-Satz, Werte-Übersicht | Gratis |
| CliftonStrengths® | Standardisiertes Assessment | 34 Talentthemen (Gallup) | Stärken-Ranking (Top 5 / Top 34) | Ca. CHF 25–90 (Selbstkauf) |
| Profilingvalues® | Wissenschaftliches Werte-Assessment | Formale Axiologie (Hartman) | Werte-Ist/Soll, Verzerrungsprofile | Nur über zertifizierte Berater |
| Klassischer Persönlichkeitstest (MBTI etc.) | Typologie | Präferenzdimensionen | Persönlichkeitstyp (z. B. INTJ) | Variabel; Reliabilität umstritten |
Do's & Don'ts beim Ausfüllen
Do
- Handschriftlich statt digital – aktiviert tieferes Nachdenken.
- Erste Antwort stehen lassen, nicht sofort korrigieren.
- Fremdwahrnehmung einholen (Frage 4) – 1–2 Menschen fragen.
- Nach den ersten sieben Fragen eine Nacht Abstand nehmen.
- Den Purpose-Satz laut aussprechen, um Stimmigkeit zu prüfen.
Don't
- Kein Perfektionismus – Rohentwürfe sind erwünscht.
- Keine Antworten „für das Umfeld\" formulieren.
- Keine akute Krise mit einer Checkliste bearbeiten wollen.
- Kein Vergleich mit fremden Purpose-Sätzen aus Social Media.
- Nicht in einem Rutsch durchhetzen – der Reflexionsprozess braucht Pausen.
Glossar: Zentrale Begriffe
Prägnante Definitionen der Begriffe, die in der Checkliste und in der begleitenden Coaching-Arbeit verwendet werden. Jede Definition ist so formuliert, dass sie auch ohne Gesamtkontext verständlich bleibt.
- Purpose
- Der individuelle, langfristig stabile Sinnbeitrag einer Person zu einem grösseren Ganzen. Im Coaching-Kontext das persönliche „Warum" hinter der beruflichen Tätigkeit. Empirisch verbunden mit höherer Arbeitszufriedenheit, Resilienz und Lebenserwartung (u. a. Hill & Turiano, 2014).
- Purpose Coaching
- Strukturierter Coaching-Prozess, der Werte, Stärken und Motive einer Person in einen expliziten Purpose-Satz übersetzt und daraus konkrete berufliche Entscheidungen ableitet. Abzugrenzen von reinem Karriere-Coaching (Fokus: nächste Rolle) und Life-Coaching (Fokus: ganzheitliches Wohlbefinden).
- CliftonStrengths®
- Von Don Clifton und dem Gallup-Institut entwickeltes Assessment, das 34 Talentthemen in vier Domänen misst (Executing, Influencing, Relationship Building, Strategic Thinking). Grundlage der stärkenorientierten Führungs- und Karriereentwicklung. Reliabilität und Validität dokumentiert im Gallup Technical Report.
- Profilingvalues®
- Wissenschaftliches Werte- und Motiv-Assessment auf Basis der formalen Axiologie von Robert S. Hartman. Misst Werte-Präferenzen, aktuelle Werte-Verfügbarkeit und -Verzerrungen in beruflichen und privaten Kontexten. Zertifizierte Anwendung ausschliesslich durch geschulte Berater.
- Stärkenorientierung
- Coaching- und Führungsansatz, der davon ausgeht, dass Menschen am schnellsten wachsen, wenn sie bestehende Talente entwickeln – nicht wenn sie Schwächen kompensieren. Empirisch gestützt durch Gallup-Metaanalysen zu Engagement und Produktivität.
- Werteorientierung
- Führungs- und Entscheidungslogik, die individuelle oder organisationale Werte als primäre Entscheidungsheuristik nutzt. Reduziert Entscheidungsermüdung und erhöht Kohärenz zwischen Handeln und Selbstbild.
- Selbstbestimmungstheorie (SDT)
- Motivationstheorie von Edward Deci und Richard Ryan (Universität Rochester). Postuliert drei angeborene psychologische Grundbedürfnisse – Autonomie, Kompetenz, Verbundenheit – deren Erfüllung intrinsische Motivation und Wohlbefinden ermöglicht. Zentrale Referenz jeder Purpose-Arbeit.
- PERMA-Modell
- Fünf-Faktoren-Modell des Wohlbefindens von Martin Seligman (Positive Psychologie): Positive Emotion, Engagement, Relationships, Meaning, Accomplishment. „Meaning" ist die theoretische Brücke zur Purpose-Forschung.
- Flow
- Von Mihály Csikszentmihályi beschriebener Zustand vollständiger Aufgabenkonzentration bei ausgeglichenem Verhältnis von Anforderung und Fähigkeit. Wiederkehrende Flow-Erlebnisse sind ein starker empirischer Indikator für passende Tätigkeiten.
- Double-Opt-In (DOI)
- Zweistufiges Einwilligungsverfahren: Nach der Eingabe der E-Mail-Adresse muss ein Bestätigungslink in einer separaten Mail geklickt werden. Rechtsstandard nach DSGVO Art. 7 und Schweizer DSG. Schützt vor missbräuchlichen Anmeldungen und dokumentiert die Einwilligung revisionssicher.
- Zertifizierter Purpose Coach®
- Geschützte Rollenbezeichnung für Coaches, die eine mehrmonatige Ausbildung in stärken-, werte- und sinnorientiertem Coaching abgeschlossen haben. In der PurposeCoach®-Ausbildung inkl. CliftonStrengths®- und Profilingvalues®-Zertifizierung.
Quellen & wissenschaftliche Grundlagen
Die Purpose-Checkliste ist keine Meinung, sondern eine praxistaugliche Verdichtung etablierter Forschung. Diese Primärquellen stehen hinter den Fragen und Impulsen.
Deci, E. L. & Ryan, R. M. (2000). The „What" and „Why" of Goal Pursuits. Psychological Inquiry.
Grundlagentext zur Selbstbestimmungstheorie (Autonomie, Kompetenz, Verbundenheit).
Seligman, M. E. P. (2011). Flourish – A Visionary New Understanding of Happiness and Well-Being.
Einführung des PERMA-Modells, u. a. „Meaning" als Wohlbefindens-Dimension.
Hill, P. L. & Turiano, N. A. (2014). Purpose in Life as a Predictor of Mortality. Psychological Science.
Empirischer Beleg für den Zusammenhang zwischen Purpose und Lebenserwartung.
Gallup (2020). CliftonStrengths® – Technical Report on Reliability and Validity.
Psychometrische Grundlagen des CliftonStrengths®-Assessments.
Csikszentmihalyi, M. (1990). Flow: The Psychology of Optimal Experience.
Ursprungswerk zum Flow-Konstrukt.
Schwartz, S. H. (2012). An Overview of the Schwartz Theory of Basic Values. Online Readings in Psychology and Culture.
Werteforschung als Grundlage werteorientierter Diagnostik (u. a. Profilingvalues®).
Häufige Fragen
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