Ist-Stand
Bewerte alle Lebensbereiche 1–10 und markiere den grössten Schmerzpunkt.
↳ Wo brennt es am meisten?
Übersetze das Hörbuch in eine klare, tragfähige Lebensvision – mit fünf Übungen und einem 7-Tage-Plan.
5 Übungen + 7-Tage-Plan · A4 · kostenlos
Nehmen Sie sich Zeit. Eine Vision entsteht nicht in 20 Minuten – aber jede Übung ist ein Schritt näher dran.
Beschreiben Sie einen typischen Dienstag in 5 Jahren – so lebendig wie möglich.
Bewerte auf einer Skala von 1–10: Beruf, Beziehung, Familie, Gesundheit, Finanzen, Sinn, Freizeit, persönliches Wachstum.
Was haben Sie sich schon lange vorgenommen – und schieben es immer wieder auf?
Liste alles auf, was Sie schon hast: Menschen, Fähigkeiten, Erfahrungen, Geld, Zeit.
Fasse Ihre Vision in max. 5 Sätzen zusammen.
Ein Tag pro Lebensbereich – am Ende steht Ihre Vision.
Bewerte alle Lebensbereiche 1–10 und markiere den grössten Schmerzpunkt.
↳ Wo brennt es am meisten?
Schreiben Sie 30 Minuten frei: «Wenn nichts unmöglich wäre …»
↳ Was hat Sie beim Schreiben überrascht?
Wählen Sie 5 Werte, an denen sich Ihre Vision messen lassen muss.
↳ Passen diese Werte zu Ihrem heutigen Alltag?
Wer soll in 5 Jahren in Ihrem Leben sein – und wer nicht?
↳ Was bedeutet das für heute?
Wie sieht Ihr Beitrag in der Welt aus?
↳ Was ist der erste Schritt in dieser Richtung?
Wie sieht ein Alltag aus, der Sie energetisiert statt leert?
↳ Was streichen Sie ab morgen?
Schreiben Sie Ihren Vision-Absatz und lies ihn laut vor.
↳ Fühlt sich der Text richtig an – oder ist noch etwas versteckt?
Hake jeden Tag ab, sobald Sie Ihren Impuls umgesetzt hast. Der Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.
Speicherung nur lokal in Ihrem Browser · pro Sprache getrennt.
Eine klare Lebensvision beantwortet nicht jede Frage des Lebens. Sie kann aber Orientierung geben, wenn Entscheidungen schwierig werden, Prioritäten miteinander konkurrieren oder der nächste Schritt unklar ist.
Die Reflexionsübungen verbinden die praktische Coaching-Erfahrung von PurposeCoach® und Philipp Fuchs mit etablierten psychologischen Ansätzen zu Purpose, Zielsetzung und Selbstreflexion.
Ziel ist, aus allgemeinen Wünschen eine persönlich stimmige Richtung und daraus konkrete nächste Schritte abzuleiten.
Die psychologische Forschung beschäftigt sich unter anderem mit dem Konzept „Purpose in Life“ – also dem Erleben von Richtung, Zielorientierung und persönlicher Bedeutung. McKnight und Kashdan beschreiben Purpose als einen Prozess, der Lebensziele definiert und persönliche Bedeutung schafft. Das Verfolgen und Erreichen persönlich relevanter Ziele kann dabei eine Quelle von Engagement und Sinn darstellen.
Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse von Czekierda et al. mit 66 Studien und insgesamt 73.546 Personen fand positive Zusammenhänge zwischen „Meaning in Life“ und körperlicher Gesundheit. Die Zusammenhänge waren insgesamt schwach bis moderat. Es handelt sich um Korrelationen: Sie belegen nicht, dass eine Lebensvision automatisch bessere Gesundheit verursacht.
Die Goal-Setting-Forschung von Edwin Locke und Gary Latham fasst rund 35 Jahre empirische Forschung zur Zielsetzung zusammen. Ein zentrales Ergebnis: Spezifische und anspruchsvolle Ziele führen unter geeigneten Bedingungen häufig zu besseren Leistungen als die unspezifische Aufforderung, einfach sein Bestes zu geben.
Für die praktische Arbeit bedeutet das: Eine Lebensvision ist kein Erfolgsversprechen. Sie kann aber einen Bezugsrahmen schaffen, anhand dessen Menschen ihre Entscheidungen, Ziele und Prioritäten überprüfen können.
Quellen
Eine Lebensvision ist ein persönliches Zukunftsbild davon, wie ein Mensch leben, handeln und wirken möchte.
Sie verbindet Werte, Stärken, gewünschte Lebensbereiche und langfristige Ziele zu einer übergeordneten Richtung und ist damit mehr als ein einzelnes Ziel.
Ein Ziel beantwortet: „Was möchte ich erreichen?“ Eine Lebensvision geht einen Schritt weiter: „Wie möchte ich leben – und welcher Mensch möchte ich dabei sein?“
Sie muss nicht jedes Detail der Zukunft festlegen. Ihr Wert liegt darin, Orientierung für Entscheidungen im Heute zu schaffen.
Kenne ich meine Richtung gut genug, um meinen nächsten Schritt bewusst zu wählen?
Ein Transferplan übersetzt Erkenntnisse und Ziele in konkrete Handlungen für den Alltag.
Er legt fest, welche nächsten Schritte wann und wie umgesetzt und anschliessend reflektiert werden – und bildet damit die Brücke zwischen Erkennen, Entscheiden, Handeln, Reflektieren und Verankern.
Eine Lebensvision ohne Transfer kann eine schöne Vorstellung bleiben.
Was tue ich konkret anders, weil ich meine Richtung kenne?
Die Vision gibt die Richtung, das Ziel beschreibt einen konkreten angestrebten Zustand, der Transferplan bringt beides in den Alltag.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil eine Lebensvision nicht bei allgemeinen Aussagen wie „Ich möchte glücklich und erfolgreich sein“ stehen bleiben sollte.
Hilfreiche, konkretere Fragen sind:
Welche dieser Vorstellungen kann ich bereits in den nächsten sieben Tagen durch eine kleine Handlung sichtbar machen?
Zwei anonymisierte Beobachtungen aus der Coaching-Praxis. Sie zeigen, wie die Übungen in konkreten Situationen eingesetzt werden – und sind keine statistischen Wirksamkeitsnachweise.
Erkenntnis: Eine Lebensvision nimmt uns Entscheidungen nicht ab. Sie kann aber Kriterien liefern, anhand derer wir entscheiden.
Erkenntnis: Eine Lebensvision muss nicht sofort das ganze Leben verändern. Sie wird wirksam, wenn aus Orientierung konkrete Entscheidungen entstehen.
Wählen Sie einen einzigen Aspekt Ihrer Lebensvision. Nicht zehn. Nicht Ihr gesamtes Leben. Einen. Und fragen Sie: Was wäre ein konkreter Schritt, den ich innerhalb von sieben Tagen umsetzen kann?
Beispiel – Vision: „Ich möchte meine wichtigsten Beziehungen bewusster pflegen.“ · Ziel: „Ich möchte wieder mehr Zeit mit Menschen verbringen, die mir wichtig sind.“ · Transfer: „Ich reserviere am Donnerstagabend zwei Stunden für ein gemeinsames Essen und blockiere die Zeit heute im Kalender.“
Nutzen Sie Ihre Lebensvision zudem als Entscheidungsfilter: Passt diese Entscheidung zu meinen Werten? Kann ich dabei meine wichtigsten Stärken sinnvoll einsetzen? Bringt mich diese Entscheidung näher an das Leben, das ich führen möchte?
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
„Habe ich mein gesamtes Leben geplant?“
„Kenne ich meine Richtung gut genug, um meinen nächsten Schritt bewusst zu wählen?“
Schreiben Sie einen Satz zu Ihrer aktuellen Lebensvision, benennen Sie den wichtigsten Bereich, den Sie verändern möchten – und legen Sie fest, welchen konkreten Schritt Sie innerhalb der nächsten sieben Tage umsetzen.
So wird aus einer abstrakten Vorstellung eine beobachtbare Handlung.
„Was tue ich konkret anders, weil ich meine Richtung kenne?“
Alle Materialien zum Hörbuch an einem Ort – kostenlos, ohne Anmeldung und jederzeit erneut abrufbar.
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